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«Wir sind von Systemen umgeben»

«Wir sind von Systemen umgeben»

Julius Hargitai, der Founder von HHMC, unterstützt das Top-Management von Unternehmen bei der Zukunftsorientierung. Die grossen Themen sind zurzeit Nachhaltigkeit und Leadership. Entscheidend aber sei immer das Mindset des Managements, führt Hargitai im Interview aus. Er sagt uns auch, 

 

Julius Hargitai, Leadership und Sustainability – zwei grosse und aktuelle Themen. Kann man diese verbinden?

 

In einer von Komplexität dominierten Zeit ist der Wunsch nach Orientierung in der Wirtschaftswelt besonders gross. Leadership und insbesondere eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, ist mehr denn je gefragt. Führungskräfte, die mit den Unsicherheiten im wirtschaftlichen Geschehen umgehen und die Orientierung beibehalten können, werden in der Lage sein, die Nachhaltigkeitskonzepte mit der Firmenstrategie und ihrem Purpose zu vereinen. So schaffen sie eine reale Vision, die sie im Bereich Sustainability erreichen und gleichzeitig ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten können. Oder mit den Worten von Roger Martin, ehemaliger Rektor der Rotman School of Management der University of Toronto: Not knowing for sure isn’t bad management. It’s great leadership.

 

Wie können Unternehmen Nachhaltigkeit sinnvoll in ihre Geschäftsmodelle und ihre Entwicklung integrieren?

 

Die Aktivitäten in Nachhaltigkeit sollten branchenspezifisch betrachtet und umgesetzt werden. «One-Size-Fits-All» kann hierbei keine Anwendung finden. Es ist wichtig herauszufinden, welche Firmenaktivitäten unmittelbar mit den Nachhaltigkeitsanforderungen in Verbindung stehen. Eine der zentralen Fragen ist dabei: Wie können Unternehmensprozesse mit passenden Innovationen, gemäss ihren Leistungen und Produkten vereint werden und zugleich mit der Gesetzgebung konform sein?

 

Worauf sollen Führungskräfte also am meisten Wert legen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit?

 

Eine klare und für alle nachvollziehbare Orientierung zu schaffen, ist das Wichtigste. Damit Stakeholder wie Mitarbeitende, Gesellschaft, Gesetzgeber und Shareholder wissen, welche konkrete Ziele gesetzt sind und welchem Zweck das Unternehmen dienen will.

 

Was gilt es zu beachten?

 

Vor allem die Purpose-Strategie-Umsetzung. Welchen Zweck dient das Unternehmen? Was ist ein sinnvoller Beitrag, durch den es seine Marktposition rechtfertigen und gleichzeitig einen authentischen sozialen Beitrag leisten kann?

 

Und woran scheitern die meisten?  

 

Viele scheitern daran, dass sie lediglich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen wollen und keine weiteren strategischen Überlegungen anstellen, wie sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten mit Profit und gesellschaftlicher Verantwortung verknüpfen könnten.

 

Julius Hargitai – Wie implementiert man die ESG-Ziele am besten in ein Unternehmen.

 

Wie sollte eine auf die Zukunft ausgerichtetes, unternehmerisches Handeln im besten Fall gestaltet werden?  

 

Das Mindset des Managements ist entscheidend. Aufgeklärte Manager, die erkennen, was ihre Unternehmen tun müssen, um ihre Marktstellung beizubehalten und gleichzeitig aus den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die auszuwählen, die den ESG-Zielen dienen, wären wünschenswert. Mit dem übergeordneten Ziel, den grösstmöglichen positiven Impact für die Firma wie auch für die Gesellschaft und Umwelt zu generieren.

 

Kann die Digitalisierung dabei helfen?  

 

Die digitale Technologie leistet dort den grössten Nutzen, wo sie sinnvoll und zieldienlich eingesetzt wird. Digitalisierung sollte eine unterstützende Funktion erfüllen, wo Menschen an ihre natürlichen Grenzen stossen wie etwa bei der Datenverarbeitung und der Data-Auswertung. Oder auch um Lebensgefahren abzuwenden – etwa beim Bau oder in der Produktionsindustrie. Schlussendlich sollte die Technologie unsere Arbeitstätigkeiten erleichtern, ohne dabei das lebenslange Lernen zu minimieren.

 

Weshalb ist eine Nachhaltigkeitsstrategie heute so wichtig?  

 

Ich glaube wir haben erkannt, dass wir neben unserem Wohlstand, der seit Mitte des 18. Jahrhunderts stetig und steil angestiegen, gleichzeitig der Erhaltung unseres natürlichen Lebensraums zu wenig Beachtung geschenkt haben. Die Nachhaltigkeitsstrategien der Firmen sollen im gemeinsamen Engagement dazu dienen, die weiteren Umweltbelastungen stark zu reduzieren und unsere Natur mit Bedacht zu schonen. Wirtschaftliches Wachstum und Erhaltung der Natur können so mit Innovationen in Gleichgewicht bleiben.

 

Sie bieten Workshops im Bereich Sustainability an. Wen sprechen Sie an?   

 

Ich unterstütze Unternehmenslenker und ihre Unternehmen, damit sie in meinen Workshops die teilweise überwältigende Komplexität für sich und ihre Firmen sortieren und einordnen können. Sowohl das persönliche wie auch das unternehmerische Mindset gewinnt an Relevanz. Finanzinstitute und ihre Berater gehören ebenfalls in meine Zielgruppe, da sie die vielfältige Anwendung und Kombination ihrer Beratungsinstrumente auf die ESG-Ziele immer stärker ausrichten müssen, um ihren Kunden die richtigen und sinnvollen Anlageprodukte anzubieten.

 

Was können die Teilnehmenden erwarten?  

 

Sie erhalten ein Instrumentarium, im Hinblick auf die uns umgebende Systeme. Die Teilnehmenden lernen die Komplexität der Systeme zu erkennen und bekommen die Fähigkeit Muster zu erkennen, um sie auf die eigenen unternehmerischen Bedürfnisse zu übersetzen. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein zu schaffen, um zwischen komplexen – Mensch – und komplizierten – Maschine –  Systemen unterscheiden zu können. Und dann diese Erkenntnis im Managementalltag adäquat anwenden zu können. Im Rahmen der verschiedenen Simulationsübungen, lernen die Teilnehmenden verschiedene Perspektiven einzunehmen, anhand derer sie ihre unternehmerischen Entscheidungen nachvollziehbar treffen können.

 

Sie arbeiten mit der Methode «System Thinking». Erklären Sie uns das ein wenig?

 

Wir sind von Systemen umgeben. Damit wir uns in ihnen rechtfinden können, müssen wir zwischen den verschiedenen Systemen (komplex oder kompliziert) unterscheiden können und erkennen können, welche Funktionsmuster sie aufweisen. «System Thinking» hilft uns dabei Mechanismen oder Prozesse, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, so miteinander zu verbinden, dass wir die Zusammenhänge einleuchtend verstehen und wir sie ihrer Funktionen entsprechend behandeln. Beispiel: Wenn wir uns für eine gesunde Lebensweise entscheiden, müssen wir wissen, in welche biologischen Systeme wie Ernährung und Bewegung wir eingreifen und sie verändern wollen. So, dass sie weiterhin richtig und zugunsten unserer gesunden Lebensweise weiterhin funktionieren.

 

Welche weiteren Themen bieten Sie mit Ihren Coachings an?  

 

Für die Teilnehmer ist es wichtig, wie Sie sich selbst im und als Teil des Systems verstehen. Körperlich wie auch geistig und emotional – damit meine ich aber nicht profane Gefühlsduselei. Das aufmerksame Zuhören und Beobachten sind elementare Faktoren, weil man dadurch mentalen Abstand von der Unübersichtlichkeit der Ereignisse gewinnen kann. Erst wenn man einen Überblick, also das ganze grosse Bild erfasst hat, kann man die ersten Schlussfolgerungen machen und anschliessend eine Entscheidung treffen. Das Verwandeln der Probleme in echte Neugier ist ebenfalls ein signifikanter Bestandteil, um den Entdeckergeist aktivieren und eine andere Perspektive einnehmen zu können.

 

Eine letzte Frage: Was fasziniert Sie an diesem Themenfeldern?   

 

Als Kind habe ich stundenlang und bis in die Nacht mit Lego gespielt, also eigentlich neue Realitäten erschaffen. Diese geistigen Mechanismen sind mir bis heute geblieben. Mit dem Unterschied, dass die Legobausteine heute durch die Literatur verschiedener Wissenschaftsdisziplinen wie Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Neurobiologie und Systemtheorie ersetzt wurden. Das bietet mir eine unendliche Ressource, um meine Neugier aufrecht zu erhalten und immer wieder neues dazuzulernen.

 

www.hhmc.ch

 

Bildcredit: HHMC

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