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«Ich brauche grosse Ziele, sonst fehlt mir die Magie»

«Ich brauche grosse Ziele, sonst fehlt mir die Magie»

Isabelle Flachsmann ist auf Schweizer Bühnen genauso zu Hause wie am Broadway. Die renommierte Musicaldarstellerin, Autorin und Regisseurin über Take That, Exfreundinnen und ihre unendliche Neugier. 

 

Isabelle Flachsmann, Sie feiern Ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Auf welche Momente schauen Sie besonders gerne zurück?

 

Sicher auf den Moment, als sich mein Kindheitstraum erfüllte und ich am Broadway ein Musicalengagement erhielt. Oder als ich neben Hugh Jackman auf einer Bühne stand an den Tony Awards in der Radio City Music Hall in New York – da musste ich mich schnell kneifen. Dann auch die beiden Male, als ich auf der Hallenstadionbühne stehen durfte als Sängerin, bei Art on Ice und Energy Stars For Free. Auf den Spass, den ich zusammen mit meinen tollen Freundinnen, den „Exfreundinnen“, auf und neben den Comedybühnen habe. Und dann auf all die kleinen, stilleren Momente des Kreierens, des Feilens, des Wachsens mit tollen Spielpartner:innen und Regisseur:innen, zum Beispiel in den Kammerspielen Seeb, einem grandiosen Kleintheater. 

 

Bald kommt das Familien-Musical «Die Bremer Stadtmusikanten Reloaded» in die MAAG Halle Zürich. Was darf das Publikum erwarten?

 

Ein mitreissendes Musical für Gross und Klein mit einer zeitlosen Story über Neuanfang und Freundschaft. Hinzu kommen moderne, ohrwurmige Musik, Humor und Charaktere, die ans Herz gehen. Es war mir wichtig, der Story eine Frischekur zu verpassen und auch ein paar Fragen aufzuwerfen, die bei den Grimm Brüdern so nicht vorgesehen waren. So gibt es für die Erwachsenen, welche die Story schon kennen, eine zusätzliche Ebene, um das Ganze für die ganze Familie spannend zu halten, nicht nur für die Kleinsten.

 

Isabelle Flachsmann feiert Ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. (Bildcredit: zVg, Isabelle Flachsmann)

 

Welches waren die Herausforderungen beim Schreiben dieses Musicals?

 

Ich hatte gewisse Vorgaben zu Machbarkeiten und Kostendach und es war mir wichtig, Rollen zu schreiben, mit denen sich die Darsteller:innen austoben können. Ausserdem wollte ich das recht männerlastige Stück universeller machen. So wird der Hahn jetzt zum Beispiel von einer Frau gespielt. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Rap geschrieben. Das war aber zum Glück alles kein Kampf, sondern Spiel und Spass. 

 

Woher nehmen Sie sich Inspiration für Ihre Projekte?

 

Aus allem, was ich sehe und was mir passiert. Die Inspiration ist immer da. Jede Geschichte ist ja eine Interpretation der Wirklichkeit. Etwas völlig Neues zu schreiben, ist manchmal fast einfacher, weil es keine Erwartungshaltung gibt. Auf eine Marke oder bestehende Geschichte aufzubauen, bringt aber den Vorteil, dass der Wiedererkennungswert Türen öffnet.

 

Wie bereiten Sie sich jeweils auf die verschiedenen Rollen vor?

 

Ich gehe immer mit einer gewissen Ratlosigkeit, aber auch Neugier, an ein neues Projekt heran. Zuerst habe ich mich dafür geschämt, dass ich nach so vielen Bühnenjahren immer noch nicht routinierter abliefern kann. Mittlerweile merke ich, dass das eine gute Herangehensweise ist. So bleibe ich offen, neue Wege zu entdecken, statt abzuspulen. Was ich aber immer tue bei einer neuen Rolle: Ich gehe den Text sehr genau durch und überlege mir Ziele, Haltung, Vorgehensweisen und eine Biografie für die Figur. Dann Beziehungsdynamiken, Körperlichkeit – halt so das typische Repertoire zur Schauspielvorbereitung.

 

Im Dezember sind Sie in einem weiteren Musical, dem «Greatest Days – s’offizielle ‹Take That›-Musical», in der Hauptrolle der Rachel zu sehen. Was begeistert Sie daran?

 

Es ist ein wunderbares Musical über Freundschaft, Erwachsenwerden und Neuanfang. Die Songs von «Take That“ sind toll und das Stück ist sehr clever verwoben. Die Sprechtexte sind Schweizerdeutsch. Die Songs werden im Original von einer in London gecasteten Boyband gesungen und das macht komplett Sinn. Ich kann mich im Stück nicht darauf verlassen, das Publikum mit fulminanten Tanzeinsätzen oder Solosongs zu gewinnen, sondern bin zu 100 Prozent als Schauspielerin gefordert. Wenn ich und meine tollen Kolleg:innen unsere Sache aber richtig machen, braucht das Publikum unbedingt genug Taschentücher.

 

Sie haben in diesem Jahr auch Ihre eigene Company gegründet. Welche Ziele verfolgen Sie damit?

 

Wir möchten hochkarätiges, zweisprachiges Theater produzieren und die Märkte verbinden.

 

«Ich wünsche mir, dass mehr Tiefgang und Vielfalt in die Schweizer Musicalszene kommt.»

 

Nächstes Jahr beginnen die Dreharbeiten für den Kinofilm «Exfreundinnen». Was bedeutet Ihnen dieser Film?

 

Dieser Film ist unser Baby, die Exfreundinnen arbeiten schon lange daran, alle nötigen Zutaten und Finanzen dafür zusammenzubringen. Der Film ist eine Komödie. Das Making-Of abwechselnd ein schlechter Krimi und dann wieder ein Helden-Epos. Das kostet manchmal Nerven, aber es lohnt sich. Ich brauche grosse Ziele, sonst fehlt mir die Magie.

 

Gibt es bestimmte Entwicklungen oder Veränderungen, die Sie sich für die Musical-Szene wünschen?

 

Ich wünsche mir, dass mehr Tiefgang und Vielfalt in die Schweizer Musicalszene kommt. Es gab in der Vergangenheit sehr viele urchige Jukebox Musicals, die haben ihren Platz, aber Musical ist so viel mehr.

 

Abschliessend, gibt es ein Musical, in dem Sie gerne mitwirken möchten?

 

Dream it. Do it.  



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